Archiv für die Kategorie ‘wichtige Städte’

Salzburg

Freitag, 01. Juli 2011

Salzburg ist Landeshauptstadt des nach ihr benannten österreichischen Bundeslandes Salzburg. Die Stadt liegt am Fluss Salzach inmitten des Salzburger Beckens. Mit einer Einwohnerzahl von knapp 150 000 liegt sie an vierter Stelle der bevölkerungsreichsten Städte in Österreich. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von mehr als 65 Quadratkilometern. Salzbug liegt dicht an der Grenze zum Freistaat Bayern und damit zur Bundesrepublik Deutschland. Die Außenbezirke Salzburgs grenzen im Nordwesten an die bayerische Stadt Freilassing.

Bis Ende des 5. Jahrhunderts existierte auf dem Salzburger Stadtgebiet die römische Stadt Iuvavum. Nach deren Niedergang wurde bereits Ende des 7. Jahrhunderts ein neuer Bischofssitz gegründet und etwa 100 Jahre später nahm der Erzbischof hier seinen Sitz. Die Salzgewinnung stellte die Haupteinnahmequelle der Gegend dar ebenso wie der Handel mit diesem wertvollen Mineral. Eine weitere wichtige Rolle stellte der Bergbau dar, denn in der Gegend um das jetzige Salzburg wurde erfolgreich nach Gold geschürft. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde der Stadt durch den Kaiser Otto dem Dritten das Markt- , Maut- und Münzrecht verliehen. Dies stellte einen wichtigen Schritt für den weiteren Aufschwung Salzburgs dar, der bis zum 15. Jahrhundert andauerte und seine vorläufige Blütezeit erreichte. Zu Zeiten der Reformation sympathisierte die Mehrheit der Bevölkerung mit dem Protestantismus. Diese Schichten der Bevölkerung wurden jedoch allesamt des Landes verwiesen.

Zu Zeiten des 30-jährigen Krieges gelang es Salzburg mit einer klugen Neutralitätspolitik, sich weitgehend aus den kriegerischen Auseinandersetzungen heraus zu halten. Gleichzeitig wurde die Stadt zu einer Festung ausgebaut. Im Jahre 1756 wurde in den Mauern der Stadt dessen wohl berühmtester Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, geboren. Dieser verlieh Salzburg einen zusätzlichen, ganz eigenen Glanz. Spätestens jetzt wurde die Stadt in ganz Europa, wenn nicht sogar in der ganzen Welt, berühmt. Noch heute wird der Genius Mozart mit den jährlich stattfinden Salzburger Festspielen geehrt, die auch außerhalb der Stadt und Österreichs ein absoluter Höhepunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens darstellen. Einen Großteil seiner wirtschaftlichen Prosperität hat Salzburg dem Tourismus zu verdanken, der zu einem beträchtlichen Teil auf Mozart und die Salzburger Festspiele beruht. Salzburg und seine Umgebung, ist aber auch als Wanderregion bekannt. Wandern im Salzburger Land ist für viele Besucher ein wahres Highlight.

Wien

Freitag, 11. März 2011

„Wien, Wien, nur du allein …“ oder „Im Prater blühn wieder die Bäume“ , in ungezählten Liedern wird die Schönheit und der Charme der Hauptstadt unseres Nachbarlandes besungen. Dies kann auch nur jemand verstehen, der einmal in seinem Leben in Wien war. Hier wollen wir uns aber erst einmal den nüchternen Fakten widmen, um im hierauf folgenden Artikel auf die Kultur und die Lebensweise einzugehen.

Die Republik Österreich hat mit Wien seine Bundeshauptstadt, denn das ist die korrekte Bezeichnung. Die Bezeichnung „Hauptstadt“ allein wäre verkürzt und nicht angemessen. Mit 1,7 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratkilometern ist sie auch mit Abstand die größte österreichische Stadt. Als eigenständiges Bundesland (ähnlich wie Berlin) ist es gleichzeitig das flächenmäßig kleinste in Österreich. Eine weitere Parallele zu Berlin, das vollständig vom Land Brandenburg umgeben wird, trifft hier auf Wien und das Bundesland Niederösterreich zu.

Die Stadt entstand ursprünglich am südlichen Ufer der Donau, dehnte sich jedoch im Laufe ihrer Entwicklung auch auf die nördlichen Uferbereiche aus. Die Entwicklung und die Prosperität Wiens haben ihre Wurzeln in der geografisch zentralen Lage in Europa. Die Stadt war deshalb schon immer als Handelsplatz und kulturelles sowie politisches Zentrum prädestiniert. Dies weckte nicht selten Begehrlichkeiten ausländischer Herrscher. Ihre schwersten Prüfungen hatte die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert zu bestehen, als sie mehrfach von türkischen Heeren belagert wurde. Nur knapp entging Wien der Einnahme durch die Türken, was sicherlich verheerend Auswirkungen gehabt hätte. So konnte sie jedoch im Barock und im Klassizismus ihre Glanzzeit erleben.

Fürderhin war Österreich in zwei Weltkriege verwickelt, die seiner Hauptstadt zum Glück nicht viel anhaben konnten. Heut erblüht Wien wie zu seinen besten Zeiten und ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum der Alpenrepublik. Touristisch ist es ebenso eine Attraktion wie viele andere Teile des Landes auch und im Pater blühen immer noch zur Frühlingszeit die Bäume.

Das Bundesheer

Sonntag, 06. Februar 2011

Die Republik Österreich gehörte nach dem 2. Weltkrieg und währender Zeit des kalten Krieges nie einem der großen militärischen Blöcke NATO und Warschauer Pakt an. Vom Grundsatz bekannte sich die Republick als neutral. Dennoch begann Österreich Mitte der 50-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit dem Aufbau militärischer Strukturen und verfügte bald über eine eigenständige schlagkräftige Armee, das heutige Bundesheer. Das Bundesheer verfügt zwar vorrangig über defensive Strukturen, ist für diese aber sowohl personell als auch unter Aspekten der Ausrüstung und Bewaffnung sehr gut aufgestellt. Das Heer hat eine Stärke von ca. 35 000 Mann als „Grundwehrdiener“ und Berufssoldaten und ca. 30 000 Mann als Miliz. Es verfügt über etwa 9 000 Fahrzeuge sowie über etwa 150 Luftfahrzeuge. Da Österreich ein Binnenstaat ist und über keine Küsten verfügt, hat es auch keine Seestreitkräfte.

Der Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist der Bundespräsident, der Verfügungsbefehl obliegt dem zuständigen Minister für Landesverteidigung. Seit Aufstellung des Bundesheeres im Jahre 1955 hat es einige militärische Einsätze für den unmittelbaren Schutz österreichischer Grenzen absolvieren müssen. Als Beispiele seien die Unruhen in Ungarn (1956), in der damaligen Tschechoslowakei (1968) und die Kriege im damaligen Jugoslawien (1991) genannt. Unter dem Mandat der UN nahm das Heer an Einsätzen im Ausland teil. Im Jahre 2004 sollte eine Reform des Heeres durchgeführt werden, die jedoch bis heute wegen Mangels an Geld nicht realisiert werden konnte.

Die Bewaffnung des Bundesheeres basiert auf ein Arsenal unterschiedlicher Hersteller aus verschiedenen Ländern. Die Waffen für die Infanterie stammen zu einem sehr großen Teil aus österreichischer Produktion. Die Motorräder wurden von BMW (Deutschland) und KTM (ebenfalls Österreich) geliefert. LKW und PKW stammen überwiegend aus deutscher Produktion. Die Kampfpanzer stammen durchgehen aus der Leopard-Reihe und die Schützenpanzer sind alle Steyr Ulan. Aus der selben Waffenschmiede kommen die Transport-, Berge- und Pionierpanzer. Die Artillerie besteht durchgehend aus Panzerhaubitzen M 109. Die Luftstreitkräfte verfügen über 77 Hubschrauber und 74 Flugzeuge.