Archiv für Februar 2007

Die Geschichte Österreichs

Montag, 26. Februar 2007

Am 11.8. 1804 nahm Kaiser Franz II. den erblichen Titel eines Kaisers von Österreich an. Bis 1809 n.Chr. verlor Österreich an Napoleon I. die österreichischen Niederlande, Vorderösterreich, Tirol, Krain, Teile Oberösterreichs, Kärntens, Kroatiens und die Erwerbungen aus der 3. Polnischen Teilung. Seit 1810 beziehungsweise 1813 betrieb K.W. Fürst von Metternich als Außenminister die Rettung Österreichs als Großmacht, zunächst in Anlehnung an Napoleon I. (Heirat mit der Kaisertochter Marie Louise), dann im Kampf gegen ihn. Erst im August 1813 schloss sich Österreich in den Befreiungskriegen der Koalition gegen Napoleon an. Die Neuordnung Europas nach dem Sturz Napoleons I. auf dem Wiener Kongress 1814/15 brachte für Österreich die Rückgabe der abgetretenen Teile seiner Erblande, Salzburgs und Dalmatiens, dazu erhielt es Venetien und die Lombardei; dagegen verzichtete es auf seinen südwestdeutschen Besitz. Unter Metternich (seit 1821 Staatskanzler) nahm Österreich im Europa der Restaurationszeit eine führende Stellung ein (Heilige Allianz). Es war Präsidialmacht des Deutschen Bundes und hatte auch in Italien durch die habsburgischen Nebenlinien die Vormacht. Während des 1. Weltkrieges gehörte Österreich zu den Achsenmächten und musste nach verlorenem Krieg den größten Teil seines Reiches abgeben. 1938 n.Chr. wurde Österreich mit dem Deutschen Reich vereinigt und nach dem 2. Weltkrieg als Demokratie wieder unabhängig. Mittlerweile gehört Österreich seit vielen Jahren zur EU.