Archiv für November 2010

Urlaub in der Berglandschaft

Montag, 15. November 2010

Urlaub in den Bergen ist seit Neustem wieder im Trend und viele Menschen nutzen diese Form des Urlaubs wieder. Urlaub in den Bergen und Gebirgen ist in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten beziehungsweise wollte niemand so Urlaub machen. Es gab zu dieser Zeit einfach zu viele neue und spannende Angebote, wie Urlaub in fremden Länder oder Urlaub in exotischen Ländern. Auch das Fliegen und die Reisen in andere Länder wurden billiger und so waren genug Angebote da, die den Urlaub in den Bergen ins Abseits stellten. Heute aber kennt jeder diese exotischen Arten von Urlaub und viele Menschen sind schon davon gelangweilt. Sie suchen wieder Abwechslung, suchen Neues und vor allem suchen sie auch wieder Ruhe und nicht nur Action. Genau das alles kann ein Urlaub in der Berglandschaft versprechen und auch halten. Ein Urlaub in den Bergen muss aber trotzdem nicht nur aus Bergsteigen und langen Wanderungen bestehen. Nein, heutzutage sieht ein Urlaub in den Bergen schon ganz anders aus. Die moderne Art Urlaub zu machen hat auch vor diesem Urlaub nicht Halt gemacht und natürlich gibt es in den Bergregionen dutzende Wellnesshotels oder auch Sporthotels. Auf diese Weise kann man zum Einen die Ruhe und Entspannung der Natur genießen, muss aber auch auf nichts verzichten und kann zum Beispiel Wellness in vollen Zügen genießen. Zum Beispiel in der Bergregion Obertauern. Dort kann man in einem Hotel in Obertauern alles finden was man sich in einem Urlaub wünscht und muss nicht zurückstecken oder Einbußen machen. Auch in den Bergen gibt es modernen Urlaub. Für Reisen im Winter in Österreichgibt es eine Menge ansprechender Ferienhäuser und Ferienwohnungen, z.B. Unterkünfte in Innsbruck. Besonders in der wohl beliebtesten Region Tirol hat man eine große Auswahl. Ob Sölden, St. Anton am Arlberg oder Mayrhofen, inzwischen gibt es Angebote für Ferienhäuser Tirol, die mit allem Komfort, wie Geschirrspüler, Sauna oder Kamin ausgestattet sind. Aber bei all dem Luxus und den Erneuerungen hat die Berggegend trotzdem nicht sein besonderes Flair verloren. Urlaub in den Bergen bringt noch immer viel Ruhe und nimmt dem Leben den unnötigen Stress und Druck.

Irrfahrt durch Österreich bei Nacht

Mittwoch, 03. November 2010

Es war jener denkwürdige Spätsommer und Frühherbst im Jahre 1989. Die politische Situation in der DDR spitzte sich zu und keiner wusste genau, was die nächsten Tage und Wochen bringen würden. Ich trug mich schon seit langem mit dem Gedanken, meiner Heimat den Rücken zu kehren, focht jedoch in meinem Inneren einen Kampf zwischen Verbundenheit und Zukunft aus. Die Grenze zwischen Ungarn und Österreich war offen und die Grenzen von der DDR zur CSSR ( jetzt Tschechische Republik) und von dort nach Ungarn waren es auch. Wer wusste, wie lange das noch so sein würde ? Diese letzte ungewisse Frage gab den Ausschlag. Mein Entschluss stand fest – go West. Ich besorgte mir ein Visum für Bulgarien, um möglichst nicht in Verdacht zu geraten. Die DDR Behörden waren mittlerweile bei Visaanträgen für Ungarn misstrauisch geworden. Daraufhin packte ich alles, was für einen Champingurlaub notwendig ist, in mein Auto, obenauf das Angelzeug. Für den Notfall hatte ich etwa 150 DM zur Verfügung, die jedoch bei eventuellen Kontrollen nicht gefunden werden sollten. Das könnte ja zusätzlichen Verdacht erregen. So zog ich sämtliche Schnur von meiner Angelrolle ab, faltete die Geldscheine um den Rollenkörper herum und wickelte die Schnur darüber. Kein Grenzbeamter würde das finden, da war ich mir sicher. Am nächsten Morgen ging es los und die Fahrt verlief erst einmal reibungslos. Mein Trabi schnurrte brav dahin und als es langsam Nacht wurde, war ich schon nahe der Grenze zu Ungarn. Die verbliebene Strecke bis zur ungarischen Grenze verlief über eine Landstraße. Unerwartet wurde ich gestoppt. Ich sah mich dem Lichtkegel einer Taschenlampe von 3 tschechischen Soldaten und einem Offizier ausgesetzt. Man fragte mich, wohin ich will und rüttelte an meinem Auto. Das war mir dann doch etwas unheimlich so allein am späten Abend mit bewaffnetem Militär. Ich fragte mich, ob denn die Grenze zu Ungarn denn nun dicht sei. Zum Glück durfte ich weiter fahren, rauchte aber gleich mal 2 Angstzigaretten am Stück. Die Grenze passierte ich dann ohne Probleme und erreichte wenig später den ungarisch-österreichischen Grenzübergang. Zwischen beiden Grenzübergängen lagen nur etwa 50 km. Dort zeigte ich meinen DDR Ausweis vor. Der ungarische Beamte fragte mich nur, ob ich wiederkommen würde. Nachdem ich mit den Schultern zuckte, ließ er mich passieren.

Ich war in ÖSTERREICH – kaum zu glauben. Hier war man schon auf Flüchtlinge aus der DDR vorbereitet und es gab Tee und einige Schillinge für Benzin, was mir sehr willkommen war. Österreich bei Nacht – nichts gab es zu sehen, nur die Autobahn. So schnurrte mein Trabi weiter durch die Nacht in Richtung Passau. Wien hatte ich bereits hinter mir gelassen und ich wusste nur, dass meine nächste Marke Linz sein müsse. So folgte ich den Autobahnschildern, die mir Linz auswiesen. Über 17 Stunden waren seit meinem Aufbruch vergangen. Die Müdigkeit bemerkte ich überhaupt nicht, nur die Konzentration hatte nachgelassen. Linz war mein nächstes Ziel. Plötzlich bemerkte ich, dass ich mich wohl schon auf dem Zubringer in die Stadt hinein befand. Nein, in die Stadt hinein wollte ich ja nicht, sonder nach Passau. Was tun ? Wenden natürlich – gesagt getan. Aber da kamen sie mir schon hupend in breiter Front entgegen. Während meiner ersten Fahrt auf österreichischen Autobahnen war ich zum Geisterfahrer mutiert. Meine Güte ! Die mir entgegenkommenden Autofahrer müssen sich gehörig erschrocken haben. Ich fuhr so weit es möglich war an die Mittelleitplanke heran und wendete bei nächster Gelegenheit erneut. Geschafft ! Die erste legale Möglichkeit, wieder auf die Autobahn zu gelangen, nutzte ich dann. Und weiter ging es Richtung Passau. Am Grenzübergang zu Deutschland wurde ich nach Deggendorf verwiesen, wo ich in den ersten zwei Tagen provisorisch in einer Kaserne des Bundesgrenzschutzes unterkam.

Das war eine Irrfahrt durch Österreich mit einem gehörigen Schreckmoment. Beim nächsten Mal erzähle ich von meinen angenehmen Österreich-Aufenthalten.